Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Wiener Neustadt
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Veni, Vidi Vici

Diese berühmten Worte Caesars müssen in Tiago Huber de Campos Fall nicht „Er kam, sah und siegte“, sondern „Er kam, sprach und siegte“ lauten und das war nicht der erste Sieg. Schon vor zwei Jahren wurde Tiago Zweitplatzierter beim niederösterreichischen Sprachbewerb, letztes Jahr wurde er Sieger und heuer hieß es wieder „And the winner is….“

Aber nicht nur Tiago aus der 5A, sondern auch Vuk Jovanovic aus der 3B Handelsschule brachte Lorbeeren heim – er wurde Dritter im Landesbewerb der mittleren Schulen und meint: „The contest was a new experience for me and I made good use of the knowledge I've gained. It was the perfect opportunity for me to prove what I know. I'd like to thank all the teachers that made this possible“

Und nachdem wir beiden noch einmal herzlich zu ihren Erfolgen gratuliert haben, wollen wir Tiago zu Wort kommen lassen, der ein paar gute Tipps für seine Nachfolger hat:

„Die letzten drei Jahre waren eine tolle Chance viele Leute kennenzulernen, die meine Leidenschaft für die englische Sprache teilen, sowie meine Sprachkenntnisse während der Wettbewerbe in zahlreichen Szenarien zu testen.

Oft werde ich gefragt, wie ich so gut Englisch gelernt habe und ob ich Ratschläge habe, wie man selbst sein Sprachniveau verbessern kann. Mein größter Tipp ist einen Weg zu finden, bei dem sich Lernen nicht wie Lernen anfühlt.

Für jedes erdenkliche Hobby existieren im Internet Möglichkeiten, wie man diesem auf Englisch nachgehen kann. Interessiert man sich für z. B. Fußball, kann man sich Spielmoderationen, Analysen, Interviews mit den Sportlern etc. ansehen. So kann man seinen Interessen nachgehen, welchen man normalerweise auch nachgehen würde, nur lernt man jetzt sogar noch eine Sprache dazu, ohne sich auch nur eine Sekunde mit Lehrbüchern herumzuquälen.

Schnell wird einem bewusst, wie eingeschränkt man eigentlich ist, wenn man nur einer Sprache mächtig ist. Es gibt mehr Serien, mehr Bücher, mehr Filme kurz gesagt, es gibt einfach mehr Medien auf Englisch als auf Deutsch und so kann es schnell passieren, dass man plötzlich nur noch englische Medien konsumiert. Mit dieser Methode lernt man am effizientesten und wird dabei sogar noch unterhalten.

Wer den Schritt wagen will, sein Können in einem Wettbewerb auf die Probe zu stellen, sich aber noch nicht sicher ist, ob man bereit dafür ist, kann dies ganz leicht herausfinden. Wenn man sich immer öfter dabei ertappt, englische Wörter zu benutzen, weil einem die Deutschen nicht schnell genug einfallen, und wenn man anfängt, leichte Schwierigkeiten zu haben mit Leuten zu reden, welche kein Englisch verstehen, da man sich konzentrieren muss, um auch wirklich nur deutsche Wörter zu benutzen, dann ist man mehr als bereit. Dies wurde mir von einem Teilnehmer erzählt, mit dem ich mein Podest teilen durfte und dem kann ich nur zu 100% zustimmen. Auch muss man keine Angst vor einem Wettbewerb haben. Es wird nicht vorausgesetzt, dass man genauso eloquent wie William Shakespeare ist. Es kommt einzig und allein darauf an, dass man sich gut ausdrücken kann, dass man eine flüssige Konversation halten kann und grundsätzlich alles sagen kann, was einem in den Kopf kommt. Jetzt noch ein bisschen Kreativität beim Bewältigen der Aufgaben und schon steht man selbst auf dem Podest.“